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Neue OZ: Kommentar zu Mali / Konflikte

ID: 795237


(ots) - Deutschland darf sich nicht wegducken

Frankreichs Präsident François Hollande hat eine mutige und
richtige Entscheidung getroffen, als er seine Kampftruppen in den
Wüstenkrieg gegen die islamistischen Rebellen von Mali geschickt hat.
Der Vormarsch der Fanatiker, die im Norden des Krisenherdes eine Art
Taliban-Staat errichtet haben, ist bereits gestoppt. Jetzt können die
Muslime im Süden der früheren Vorzeigedemokratie Afrikas aufatmen.
Die Menschen wissen nun: Sie sind im Kampf gegen die Extremisten
nicht alleine. Damit ist die erste Schlacht gewonnen, aber noch
längst nicht der Krieg. Der hat gerade erst begonnen.

Die islamistischen Rebellen und Al-Kaida-Kämpfer sind im offenen
Kampf völlig unterlegen. Doch sie werden versuchen, malische und
alliierte Truppen in einen Terror-Guerilla-Krieg hineinzuziehen. Der
ist zermürbend, verlustreich und schwer zu gewinnen. Zudem müssen
sich die europäischen Sicherheitsbehörden auf Vergeltungsschläge
gefasst machen. Noch steht Frankreichs Bevölkerung hinter Hollandes
Marschbefehl. Aber was, wenn in Paris Bomben hochgehen?

Deutschland und die übrige EU dürfen Frankreich jetzt nicht im
Stich lassen. Außenminister Guido Westerwelle lehnt zwar deutsche
Militärhilfen ab. Das mag populär sein. Aber das Wegducken ist
falsch. Denn die französischen Soldaten kämpfen auch für Deutschlands
Sicherheit. Die viel beschworene gemeinsame europäische Außenpolitik,
sie darf keine Farce bleiben.

Michael Clasen



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Telefon: +49(0)541/310 207




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Datum: 13.01.2013 - 16:00 Uhr
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