OV: Werbung für die FDP
Thema: Schlarmann attackiert Kanzlerin
Von Giorgio Tzimurtas
(ots) - MIT-Chef Josef Schlarmann aus Lohne ist ein
streitbarer Kopf. Die Regelmäßigkeit und Heftigkeit seiner Angriffe
auf Parteichefin und Kanzlerin Merkel machen aber ebenso deutlich: Es
handelt sich um eine grundsätzliche Ablehnung.
Das ist auch an der jüngsten Kritik zu erkennen, die schlichtweg
falsch ansetzt. Das Problem der CDU ist nicht, dass Merkel ihre
Positionen als alternativlos durchdrückt. Der Fehler im "System
Merkel" liegt tiefer: Sie versteht das Regieren als ein Reagieren.
Und das oft zu zaghaft und zu spät. Merkel, die Mechanikerin der
Macht, verkauft das als Besonnenheit. Doch Tatsache ist: Die Union
als Regierungspartei muss sich stets den Entwicklungen um sie herum
anpassen. Sei es bei der Energiewende oder der Euro-Krise - es ist
ein Hinterherlaufen, das logischerweise alternativlos ist.
Schlarmann wirbt mit seiner Merkel-Schelte indirekt für die
schwächelnde FDP. Das darf ihm als Kalkül unterstellt werden, um eine
schwarz-rote Regierung zu verhindern. Das ist legitim, sollte aber
offen geäußert werden.
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Oldenburgische Volkszeitung
Andreas Kathe
Telefon: 04441/9560-342
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Datum: 16.08.2012 - 04:11 Uhr
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