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Caritas: Auf dem Balkan "gestrandete" Flüchtlinge nicht vergessen -
Caritas-Präsident Neher: "Europäische Regierungen in der Pflicht, nach gemeinsamen politischen Lösungen zu suchen"

ID: 1485520


(ots) - Politische Lösungen für die auf der Balkanroute
gestrandeten Flüchtlinge fordert der Deutsche Caritasverband: "In
Serbien sitzen einige tausend Flüchtlinge und Migranten fest, die
weder vor noch zurück können und angesichts dieser Ausweglosigkeit
zunehmend verzweifelter sind. Wir dürfen diese Menschen nicht ihrem
Schicksal überlassen", erklärte der Präsident des Deutschen
Caritasverbandes, Peter Neher, nach Rückkehr von einer
Informationsreise nach Serbien. Die europäischen Regierungen dürften
vor dem Schicksal dieser Menschen nicht die Augen verschließen.

Der serbische Sozialminister, so Caritas-Präsident Neher, habe ihm
gegenüber in einem Gespräch die große Bereitschaft signalisiert,
gemeinsam mit den europäischen Staaten nach Lösungen suchen zu
wollen. "Die Palette der Möglichkeiten, um die humanitäre Lage der
Betroffenen zu verbessern, reicht von Familienzusammenführungen bis
hin zum Asyl in Serbien. Der Deutsche Caritasverband fordert, dass
gemeinsame politische Lösungen im Sinne der Betroffenen gefunden
werden", so Neher.

Seit dem Höhepunkt der Fluchtbewegungen über den Balkan vor zwei
Jahren hat sich die Zahl der Fliehenden deutlich verringert. Aktuell
sollen sich insgesamt noch rund 4000 Flüchtlinge und Migranten in
Serbien aufhalten; zu den Hochzeiten im Sommer 2015 hatten bis zu
11.000 Menschen täglich die südlichen Grenzen Serbiens überschritten.
Auf legalem Weg werden derzeit nur rund zehn Asylbewerber täglich von
Serbien kommend über Ungarn in die EU gelassen.

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen
Caritasverbandes, hält für die Flüchtlinge und Migranten in Serbien
ein breit aufgestelltes Hilfsangebot bereit. Neben der Versorgung mit
Lebensmitteln und Trinkwasser bieten die Mitarbeiter der Caritas
Serbien auch Sprachkurse, Übersetzungsdienste, Waschservices und




psychosoziale Begleitungen an. Die Caritas-Hilfen werden seit zwei
Jahren vom deutschen Außenministerium unterstützt.

Spenden mit Stichwort "Flüchtlinge und Migranten" werden erbeten
auf:

- Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank
für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, IBAN Nr.: DE88
6602 0500 0202 0202 02, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter:
www.caritas-international.de

- Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl.
üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international
4,83 EUR)

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und
gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit mehr als 160
nationalen Mitgliedsverbänden.



Herausgeber:
Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293), Achim
Reinke (Durchwahl -515). www.caritas-international.de

Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell

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Datum: 31.08.2017 - 05:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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