businesspress24.com - Westfalen-Blatt: zur US-Präsidentschaftsdebatte
 

Westfalen-Blatt: zur US-Präsidentschaftsdebatte

ID: 1383652


(ots) - Amerikanische Präsidentschaft-Debatten lassen
sich nicht gewinnen, aber verlieren - zuweilen entscheidend. Genau
das geschah während des ersten Fernseh-Duells in der Geschichte, bei
dem John F. Kennedy und Richard Nixon am 29. September 1960
aufeinander trafen. Theodore H. White hat die Debatte in seinem
Klassiker »The Making of the President« analysiert. Er zeigt wie die
non-verbalen Signale, die Nixon ausstrahlte, bestehende Annahmen über
ihn bekräftigten. Kennedy kam bei den Zuschauern sympathischer rüber
als sein verbissen wirkender Herausforderer. Auf den Tag genau 56
Jahre später sollten sich Hillary Clinton und Donald Trump an diese
Lektion erinnern, wenn sie vor das vielleicht größte TV-Publikum
aller Zeiten treten. Hillary Clintons zentrales Problem hat mit
Vertrauen zu tun. Die Email-Affäre für sich genommen ist einigermaßen
banal, bekräftigt aber den Eindruck, sie sei nicht ganz ehrlich. Das
verstärkt das bestehende Narrativ seit den Affären ihres Ehemanns
Bill. In der Debatte muss Clinton nicht beweisen, was ohnehin jeder
weiß. Die frühere First Lady, US-Senatorin und Außenministerin ist so
gut auf das Präsidentenamt vorbereitet wie niemand zuvor. Clintons
Aufgabe besteht darin, die Unentschiedenen davon zu überzeugen, dass
sie ihr über den Weg trauen können. Trump hingegen muss glaubhaft
machen, dass es kein Risiko ist, ihm die Codes für die US-Atomwaffen
anzuvertrauen. Seine rassistischen und sexistischen Ausfälle, die
zahlreichen persönlichen Beleidigungen und seine notorische
Bereitschaft, zu lügen, lassen viele US-Amerikaner daran zweifeln, ob
er den Charakter für das Präsidentenamt hat. Hillary Clinton wird
alles daran setzen, Dinge vorzubringen, die den eitlen Narzissten aus
der Reserve locken. Donald Trump seinerseits dürfte versuchen,
Clinton durch persönliche Attacken auf ihre Glaubwürdigkeit, ihre Ehe




und ihr Urteilsvermögen aus der Bahn zu werfen. Am Ende der ersten
von drei Fernsehdebatten zählt der persönliche Gesamteindruck mehr
als die Argumente - mögen sie auch noch so gut sein. Clinton und
Trump stehen vor derselben Aufgabe: Sie dürfen die Wähler nicht in
dem bestätigen, was diese jetzt schon über sie denken.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Mitteldeutsche Zeitung: zum Wiener Flüchtlingsgipfel
phoenix Runde: Trump gegen Clinton - Das Duell - Dienstag, 27. September 2016, 22.15 Uhr
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.09.2016 - 15:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1383652
Anzahl Zeichen: 2305

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Bielefeld


Telefon:

Kategorie:

Außenhandel


Meldungsart:
Versandart:
Freigabedatum:
Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 106 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: zur US-Präsidentschaftsdebatte
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalen-Blatt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Westfalen-Blatt



 

Who is online

All members: 10 667
Register today: 0
Register yesterday: 0
Members online: 0
Guests online: 279


Don't have an account yet? You can create one. As registered user you have some advantages like theme manager, comments configuration and post comments with your name.