Mitteldeutsche Zeitung: MZ zum Völkermord an den Armeniern:
(ots) - Beim Kampf um die Deutungshoheit über den Genozid an
den Armeniern scheint der Türkei kein diplomatischer Konflikt zu
groß, um beharrlich an der eigenen Sicht der Dinge festzuhalten. Das
bekommt seit der Anfang Juni vom Bundestag verabschiedeten
Resolution zum Völkermord an den Armeniern auch die Bundesregierung
zu spüren. Mal werden türkischstämmige deutsche Abgeordnete
attackiert, mal verweigert man einem Staatssekretär des
Verteidigungsministeriums die Reise zum Luftwaffenstützpunkt im
türkischen Incirlik. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen tut
gut daran, die Trotzreaktionen zurückzuweisen. In diplomatischer
Hinsicht mag der weit gereiste Papst als Orientierung dienen.
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Datum: 26.06.2016 - 13:36 Uhr
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