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NOZ:Ältere mit depressiven Verstimmungen: Laumann fordert bessere Versorgung

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(ots) - Ältere mit depressiven Verstimmungen: Laumann
fordert bessere Versorgung

Laut "Deutscher Alterssurvey" nehmen seelische Leiden zu -
Pflegebeauftragter sieht bei Prävention "alle gefordert"

Osnabrück. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung,
Karl-Josef Laumann (CDU), fordert angesichts der steigenden Zahl von
55- bis 65-Jährigen mit depressiven Symptomen eine bessere
psychotherapeutische Versorgung sowie kürzere Wartezeiten auf die
Behandlungen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Mittwoch) anlässlich des am Dienstag vorgestellten "Deutschen
Alterssurveys" sagte Laumann: "Auf der Seite der Prävention sind alle
- die Beteiligten selbst, aber zum Beispiel auch die Sozialpartner -
gefordert, für eine möglichst optimale Balance von individuellen
Bedürfnissen, Familie und Beruf zu sorgen. Darüber hinaus müssen die
psychotherapeutische Versorgung verbessert und die Wartezeiten auf
eine Behandlung verkürzt werden." Den Ursachen, weshalb laut der
neuen Erhebung fast ein Drittel der Unter-66-Jährigen von zumindest
leichten depressiven Symptomen berichtet, müsse man "sicherlich
detaillierter nachgehen", betonte Laumann.

Insgesamt stimmten ihn die Ergebnisse des neuen Altersreports aber
"sehr positiv", sagte der Pflegebeauftragte. Ältere Menschen in
Deutschland seien "inzwischen deutlich fitter und zuversichtlicher
als noch vor 20 Jahren". Zudem seien immer mehr von ihnen
erwerbstätig. "Das freut mich deshalb, weil es auch zeigt, dass die
Erwerbstätigkeit der älteren Generationen heute eine höhere
Wertschätzung erfährt", erklärte Laumann.

Laut der am Dienstag von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD)
vorgestellten Langzeitstudie "Deutscher Alterssurvey" nehmen
seelische Leiden bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu. Ein
Drittel gibt an, zumindest leichte depressive Verstimmungen zu




verspüren, von klinisch auffälligen Symptomen berichten rund sieben
Prozent. Zugleich arbeiten die Älteren immer länger und fühlen sich
fitter. Jeder zehnte Ruheständler geht einer Arbeit nach. Zwei
Drittel erklären, sich kaum körperlich eingeschränkt zu fühlen.



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Datum: 07.06.2016 - 23:00 Uhr
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