BERLINER MORGENPOST: Ein Zukunftssenator für Berlin / Ein Kommentar von Jens Anker
(ots) - Acht Minuten - das ist die durchschnittliche Zeit,
die ein Polizeiwagen vom Notruf bis zum Eintreffen am Einsatzort
benötigt. Die Polizei konnte die Zeitspanne in den vergangenen Jahren
trotz anhaltenden Personalabbaus und stark angestiegener Notrufzahlen
leicht verkürzen. Das ist eine erstaunliche Leistung, für die die
Polizei Lob und Dank verdient. Die Kehrseite besteht darin, dass die
Polizeibeamten jetzt häufig vor der Feuerwehr am Ort eintreffen und
Rettungshilfe leisten müssen, für die sie aber gar nicht ausgebildet
sind. Das Problem könnte sich in Zukunft verschärfen. Dann nämlich,
wenn die Diskrepanz weiter wächst und angesichts des andauernden
Bevölkerungszuwachses weiter ansteigende Einsatzzahlen zu erwarten
sind. Da kommt der Ruf nach einem Personalbeauftragten im Berliner
Senat, wie ihn jedes mittlere Unternehmen im Vorstand installiert
hat, viel zu spät. Es geht mittlerweile darum, das Personal-, das
Infrastruktur- und das Wohnungsproblem als Ganzes zu betrachten und
anzugehen. Berlin braucht einen Beauftragten für die
Herausforderungen der wachsenden Stadt - und zwar am besten im Rang
eines Senators.
Der vollständige Kommentar unter www.morgenpost.de/205508227
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Datum: 26.07.2015 - 15:30 Uhr
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