Weser-Kurier: Landwirtschaftsminister: Moorschutz kostet keine Acker- oder Weideflächen
(ots) - Hannover/Bremen. Kein Bauer muss laut
Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) den Verlust von
Acker- und Weideflächen durch die Moorschutz-Pläne der rot-grünen
Landesregierung fürchten. Das sagte der Minister dem Bremer
WESER-KURIER (Mittwoch-Ausgabe). "Es wird keine
Bewirtschaftungs-Einschränkungen oder Auflagen für ordnungsgemäße
Landwirtschaft durch das neue Raumordnungsprogramm geben", erklärte
Meyer. "Und eines ist auch ganz klar: Eine zwangsweise
Wiedervernässung ist ausgeschlossen", wies Meyer die Kritik von
Landvolkverbänden und Opposition zurück, er betreibe die "kalte
Enteignung" der Betriebe. Das Gegenteil sei richtig: Indem die
Flächen vor dem Torfabbau geschützt würden, blieben sie erst
dauerhaft für eine landwirtschaftliche Nutzung erhalten.
Der Entwurf des Landesraumordnungsprogramms aus dem
Agrarministerium sieht 102.000 Hektar als neue
Moorentwicklungsgebiete vor. "Davon aber sind allein etwa 58.000
Hektar Grünland, rund 11.000 Hektar sind Ackerland. Also werden rund
zwei Drittel der genannten Fläche landwirtschaftlich genutzt und
sollen auch weiter so genutzt werden", betonte der Agrarminister. Der
status quo bleibe also gewahrt. "Der größte Schaden für das Klima
entsteht, wenn man diese Flächen dem schnellen Torfabbau opfert.
Dauerhaft wären diese Flächen dann für die Landwirtschaft verloren.
Das weiß auch das Landvolk."
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Datum: 21.10.2014 - 11:51 Uhr
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