Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland hat vermutlich zu hohe Leberwerte. Darauf deuten Erkenntnisse aus einer repräsentativen Gesundheitsstudie hin, die die Universität Greifswald von 1997 bis 2006 an mehr als 4.200 Probanden in Mecklenburg-Vorpommern durchführte. Die SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania) zeigt, dass von den untersuchten 4.224 Personen zwischen 20 und 79 Jahren rund 25 Prozent erhöhte Leberwerte aufwiesen. Von den 1.037 Personen mit erhöhten Leberwerten hatten mehr als die Hälfte eine Fettleber. „Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland haben damit mehrere Millionen Menschen Zeichen einer Leberentzündung, die schwere gesundheitliche Folgeschäden bis hin zur Entwicklung eines Leberkrebses nach sich ziehen kann,“ sagte Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung anlässlich des 9. Deutschen Lebertages. Der weitaus größte Teil der Betroffenen ahne nichts von einer möglichen Erkrankung, weil eine kranke Leber nicht schmerze und erst spät relativ unspezifische Symptome zeige. Falsche Ernährung, Übergewicht und die damit oft verbundene Fettleber gelten heute als eine der Hauptursachen für eine Leberentzündung. Aber auch Alkoholmissbrauch und eine Infektion mit Hepatitis-Viren sind für einen großen Teil der Erkrankungen verantwortlich. Eine kleinere Rolle spielen Autoimmun-Erkrankungen der Leber, genetisch bedingte Erkrankungen wie die Eisenspeicherkrankheit, Nebenwirkungen von Medikamenten oder andere Infektionen der Leber, beispielsweise durch Bakterien.
(businesspress24) - Das Problem ist, dass aus einer akuten Entzündung der Leber schleichend und unbemerkt eine chronische Entzündung werden kann, aus der sich eine Leberzirrhose und im Extremfall Leberkrebs entwickeln kann. Die Todesfälle aufgrund von Leberkrebs haben sich seit den 70er Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt. Schwankten sie in den 70er und 80er Jahren zwischen 20.000 und 40.000 Todesfällen pro Jahr, so schnellte die Rate im Jahr 2000 auf 80.000 Sterbefälle in die Höhe. In ganz Europa ist ein dramatischer Anstieg von Leberkrebs zu beobachten.
Die Daten von knapp 400 Patienten, die zwischen 1998 und 2003 an der Medizinischen Hochschule Hannover behandelt wurden, geben beispielhaft Aufschluss über die Ursachen für die Entstehung von Leberkrebs: In mehr als der Hälfte der Fälle entwickelte sich der Tumor aufgrund einer Infektion mit einem Hepatitis-Virus. In rund 40 Prozent der Fälle waren Alkohol oder Übergewicht die Ursache für den Leberkrebs. In weniger als zehn Prozent der Fälle lagen andere Ursachen vor.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender Deutsche Leberstiftung
Claudia Biehahn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
0511/532-6811
presse@deutsche-leberstiftung.de
www.deutsche-leberstiftung.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil: Klinicom Gesundheitskommunikation und Rita Wilp pr und kommunikation unterstützt wissenschaftliche Gesellschaften, Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Corporate Design und Internetportale.
Leseranfragen:
PresseKontakt / Agentur: Rita Wilp
pr und kommunikation
Elbinger Str. 24
37083 Göttingen
Tel.: 0551/770 80 61
info@wilp-pr.de
Anmerkungen:
Hiermit versichere ich, dass die von mir eingestellte PressRelease der Wahrheit entspricht. Sie ist frei von Rechten Dritter und steht zur Veröffentlichung bereit. Die Haftung für eventuelle Folgen übernimmt der Eintrager
Don't have an account yet? You can create one. As registered user you have some advantages like theme manager, comments configuration and post comments with your name.