Die kalifornische Firma Better Place will 250.000 Ladestationen auf Parkplätzen und Einkaufszentren zwischen Brisbane, Sydney und Melbourne installieren. Zur Abrechnung der Elektroautos dienen Mobilfunktarife als Vorbild.
(businesspress24) - Australien liegt mit rund 15 Mio. Autos bei gerade einmal 21 Mio Einwohnern weltweit auf Platz sieben beim Verhältnis "Autos pro Einwohner". Unrühmliche Spitze sind Australier bei der Emission von Treibhausgasen pro Kopf. Hier schlagen sie aufgrund ihres hohen Verbrauchs an CO2-intensiver Kohle sogar solch harte Konkurrenten wie die US-Amerikaner.
Als umweltfreundliche Alternative zu Sprit und um die Klimaschutz-Ziele (20% aus erneuerbaren Energien bis 2020) zu erreichen, sollen die Australier zukünftig vermehrt auf Elektro-Autos umsteigen.
Wie AFP berichtet, will die im kalifornischen Palo Alto beheimatete Firma Better Place in Australien bis 2012 ein riesiges Netz von Strom-Tankstellen für Elektroautos aufbauen. An den "Steckdosen" der Ladestationen sollen die Besitzer von Elekroautos dann ihre Fahrzeuge mit erneuerbarem Strom aufladen können. Zudem plant die Firma ein Netz von rund 150 Stationen, an denen die Batterie maschinell ausgebaut und ersetzt werden.
Ein ähnliches Netz von Stromtankstellen baut Better Place bereits in Israel und in Dänemark auf. In Australien hat sich die US-Firma dazu mit der Finanzgruppe Macquarie Capital zusammengeschlossen, die mit einer Unterstützung von einer Milliarde australischen Dollar (515 Millionen Euro) das Projekt finanziert. Die Steckdosen sollen mit Strom aus Windkraft und anderen erneuerbaren Energiequellen des australischen Energiekonzerns AGL gespeist werden. Da die Elektrofahrzeuge primär in den verbrauchsarmen Nachtstunden aufgeladen werden, helfen sie die Kraftwerkskapazitäten der Stromanbieter besser auszulasten.
Etwas abenteuerlich mutet das angedachte Bezahl-Modell an. Nach der Vorstellung des Better Place-Gründers Shai Agassi sollen die Elektrofahrzeuge nach Zeit abgerechnet werden. Für die Nutzer der E-Autos sollen verschiedene Preispläne - ähnlich Mobilfunk-Tarifen - zur Verfügung stehen. Hinsichtlich der Fahrzeuge denkt Agassi an den sich in der Entwicklung befindlicher Renault eMegane, der bei einer Leistung von 65 kW etwa 160 km Reichweite besitzen soll.
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